Linux-Tipps

Nützliche Aliase für die Arbeit auf der Konsole

Verzeichniswechsel

In der bash bezeichnet die Variable "$OLDPWD" das vorherige Arbeitsverzeichnis. Wenn man sich ein passendes Alias bastelt, also z.B.

alias .='cd $OLDPWD'

dann wechselt man mit "." dorthin. Damit gestalten sich verzeichnisübergreifende Administrationsaufgaben einfacher, da man sich keine Pfadnamen merken muss.

Häufig sind die Aliase .. für cd .. und ... für cd ../.. schon voreingestellt. Es empfehlen sich folgende drei Zeilen in der .profile-Datei:

alias .='cd $OLDPWD'
alias ..='cd ..'
alias ...='cd ../..'

Für die Startup-Dateien der bash gilt, dass beim login immer zuerst die Datei /etc/profile eingelesen wird. Danach wird die Datei ~/.profile, im Home-Verzeichnis des Users eingelesen. Wenn bash nicht als login-shell gestartet wird, dann wird die Datei ~/.bashrc im Home-Verzeichnis des Users eingelesen.

Also sollten im /etc/profile-Verzeichnis die Konfigurationen vorgenommen werden, die für alle User beim login gültig sind. die .profile und die .bashrc sind für individuelle Einstellungen der User vorgesehen.

Scannen über das Netzwerk mit Linux

Vorbereitung

(Dieser Text ist noch im Entstehen und wurde zuletzt geändert am 26.11.2009)

Ich habe ein Multifunktionsgerät HP PSC-1410, dieses ist via USB-Kabel an meinem Linux-Desktoprechner angeschlossen. Mein Ziel war es, zusätzlich zum Drucken über das Netzwerk auch noch den Scanner von einem anderen Computer aus nutzen zu können.

Auf dem Scannerserver habe ich folgende Pakete installiert:

Auf den Clientrechnern braucht man nur xsane

Zunächst sollte man den Scanner local auf dem Scannerserver einrichten. Zu den Berechtigungen muss man wissen, dass für Multifunktionsgeräte der Benutzer nicht nur Mitglied der Gruppe scanner sondern auch der Gruppe lp sein muss, da sonst der Zugriff auf das Gerät verweigert wird.

Einrichten des Scanners auf dem Server

Normalerweise reicht es aus, die oben genannten Pakete zu installieren. Dann sollte, wenn alle Berechtigungen richtig gesetzt sind, der Scanner ohne weiteres von sane erkannt werden. Mit dem Befehl:

scanimage -L

können wir dies sofort überprüfen. Es sollten einige Angaben über den Scanner angezeigt werden. Wenn wir alles richtig gemacht haben funktioniert der obige Befehl nicht nur für root sondern auch für alle user mit der Berechgigung zum Scannen.

Einrichten von xinetd auf dem Server

Der xinetd-Dämon lauscht im Netzwerk auf Port 6566/tcp auf Anfragen von Clientrechnern die den Scanner nutzen wollen. Der Befehl

grep sane /etc/services

zeigt uns die entsprechenden Einträge in der Datei "/etc/services"

Damit nun xinetd weiß, wie er auf Anfragen über den Port 6566 reagieren soll sind folgende Konfigurationsschritte vorzunehmen. Zunächst erstellen wir die Datei "/etc/xinet.d/saned" mit folgendem Inhalt:

# /etc/xinetd.d/saned
service sane-port
{ port = 6566 socket_type = stream wait = no user = daemon group = daemon }

Wenn wir nun den xinetd-Dämon starten (oder neu starten, falls er schon läuft), dann können wir mit nmap prüfen, ob er tatsächlich auf Port 6566 lauscht. Starten des Dämons:

/etc/init.d/xinetd start

Dann liefert

nmap -sV gentoo

die Ausgabe

PORT STATE SERVICE VERSION ... ... 6566/tcp open unknown?

sane für das Netzwerk vorbereiten

Wir editieren die Datei "/etc/sane.d/saned.conf" und tragen die IP-Adressen der berechtigten Computer oder die Netzwerkadresse des berechtigten Netzwerks ein

Damit haben wir den Scannerserver vorbereitet.

xsane auf den Clients einrichten

Auf dem Client muss nur die IP-Adresse oder (besser) der Hostname des Scannerservers eingetragen werden.

Dann sollte der Befehl "sanimage -L" auch von dem Clientrechner aus funktionieren. Gegebenenfalls ist es notwendig, die "udev-Regeln" für den Scanner anders zu konfigurieren, da diesen sonst den Zugriff über das Netzwerk auf den Scanner verhindern.